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ECONOMIX

Ausgabe 01/2000, Februar 2000

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Unser ECONOMIX vom November 1999

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Liebe Leserinnen und Leser;

die Resonanz auf unser letztes ECONOMIX war für uns Ansporn genug, dieses Blatt in diesem Jahr mehr als einmal erscheinen zu lassen. Der Mix aus aktuellen Informationen in einer überschaubaren und aufbereiteten Form hat Anklang bei Ihnen gefunden. Das aktuelle Aktien- und Fonds-Fieber war nun der Aufhänger dafür, daß nun schon nach relativ kurzer Zeit bereits ein neues ECONOMIX erscheint. Dieses Mal stelle ich Ihnen zwei neue und gewinnträchtige Fonds vor, die derzeit in aller Munde sind. Gerade aber bei diesen Fonds ist es gefährlich, unbesehen und ohne Hintergrundwissen in sie zu investieren. Lesen Sie also, was Sie dafür wissen müssen oder lassen Sie sich beraten.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre

Rosemarie Ködel

Ist das Millenniumsfieber vorbei?

Erinnern Sie sich noch an unser letztes Economix - eine der zentralen Fragen war »Was passiert an Silvester? Was geschieht in dieser Millenium Nacht?« Mal ganz ehrlich, ein bißchen bange war uns wohl allen. Nicht vor Weltuntergangsszenarien, Katastrophen ungekannten Ausmaßes... nein, davor nicht. Eher ein bißchen bange davor, der Strom könnte vorübergehend ausfallen, die PC's könnten abstürzen,... Außer meiner Telefonanlage hatte an Silvester kein Gerät Schwierigkeiten. Kann man nun sagen »nochmal davon gekommen«? Nein, ich denke die aufwendigen Vorkehrungen der Vergangenheit haben sich in dieser Jahrtausendnacht bezahlt gemacht. Und was ist der Dank für diese immense Investitionen? Ein Kursfeuerwerk an den Börsen der Welt, das seinesgleichen sucht. Börse, Börse und kein Ende. Ein Boom? Ein Wahn? Heiße Luft, gar eine Seifenblase kurz vor dem Platzen?

Schweinehälften statt Aktien?

Nach wie vor bin ich der Meinung: Das meiste Geld verdient man nicht mit festverzinslichen Wertpapieren und nicht mit Schweinehälften, das meiste Geld wird an den Börsen mittel- und langfristig verdient. Denn die Nachfrage bestimmt das Angebot. Es wird in Zukunft nicht weniger, sondern mehr Geld angelegt werden und dies führt zwangsläufig zu steigenden Kursen. Ein Boom? Eher ein Zyklus, der zur Zeit nicht anders kann als zu steigen. Denn wir erleben den Wandel von einer produzierenden- zu einer Informationsgesellschaft. Wir gewöhnen uns langsam daran, daß hinter den Aktien keine Fertigungshallen und Fließbänder stehen, sondern oftmals »nur« die schlauen Köpfe einer Handvoll Leute plus das dazugehörende Equipment.

Mut zum Risiko hat nichts mit Draufgängertum zu tun!

Ein Wahn? In manchen Bereichen bestimmt, wohl auch ausgelöst durch Handlungen wie »Hauptsache investiert, egal wo«. Erwartungshaltungen - die Wertzuwächse betreffend - von 100%, 200% innerhalb kürzester Zeit. Klar, es wird auch in Zukunft Bereiche geben, in denen ein Wahnsinnsgeld verdient sein kann, wo aber auch das Risiko nicht aus den Augen gelassen werden darf. 100% Wertzuwachs können nicht mit 0% Risiko erzielt werden. Heiße Luft, Seifenblase? Es gelten auch hier wieder Einschränkungen, aber auch bei uns in Deutschland ist es für junge Unternehmen normal geworden, sich das Kapital, das zum Aufbau, zur Erweiterung der Geschäftsfelder benötigt wird, an der Börse zu besorgen. Können wir da noch von heißer Luft, Seifenblasen, Luftschlössern reden? Ich denke nein! Denn das einzig Beständige in diesen Zeiten ist der Wandel, die Weiterentwicklung, wünschenwerterweise einhergehend mit der Verbesserung der Lebenssituation. Für diejenigen die die Frage umtreibt »Wo soll ich investieren, ab welchem Zeitpunkt?« sind die weiteren Ausführungen gedacht. Oder wollen Sie warten, bis sich Ihre Intelligenz auf Ihre Enkel vererbt hat?

Wie sollte ein »gesundes« Portfolio aussehen?

Die Geldanlage kann, um es mit einem Bild zu veranschaulichen, mit einem Hausbau verglichen werden. Ein Haus besteht aus einem Fundament, einem Erdgeschoß, einem ersten Stock und letztendlich einem Dach.

Fangen wir mit dem Fundament an: Es sollte aus weltweit investierenden gemischten Investmentfonds und weltweiten Aktienfonds bestehen, das Erdgeschoß sollte den Euroländern und/oder Kontinentaleuropa vorbehalten bleiben. Wenn diese Basis stimmt, kann man sich an den Dachausbau machen und sich in anderen Ländern/Branchen tummeln. Dieses Dach sollte in einem angemessenen Verhältnis zum übrigen Haus stehen und die Fonds, die ich Ihnen heute näher bringen möchte, betrachten Sie bitte als Beimischung in Ihrem Portfolio, nicht als Basis. Ein kurzer Rückblick: 1999 haben wir Ihnen den »Neue Märkte Fonds« von Invesco vorgestellt. Was wäre nun gewesen...wenn? Wenn Sie im Juli 1999 mit DM 5.000,- eingestiegen wären, dann hätte Sie ein Anteil ca. 80,- Euro gekostet, heute kostet ein Anteil 207,- Euro. Ihr Depotstand hätte am 04.02.2000 DM 12.938,16 betragen. So viel dazu - als Beimischung war unser Tip Gold Wert.

Gewinnverdächtige Fonds - das Internet als Zugpferd

Heute möchte ich Ihnen zwei Märkte bzw. Fonds vorstellen, die meines Erachtens in der nächsten Zeit (Anlagehorizont 5 bis 10 Jahre) gewinnverdächtig sein dürften. Zum einem China und der asiatische Raum - nachdem intensive Verhandlungen und Vorbereitungen zur Aufnahme Chinas in die Welthandelsorganisation und in die G8 Staaten laufen, ein Markt mit Zukunft. Hier sind vor allem die Bereiche wie Telekommunikation, Erdölindustrie, Banken und Technologie zu erwähnen. Der Invesco GT PRC Fund investiert genau in diese Anlageschwerpunkte im asiatischen und chinesischen Bereich. Dieser Fonds erzielte in 1999 ein Plus von 42,1%, der Index ein Plus von 9,9% und hat nach den Einbrüchen der letzten Jahre im asiatischen Raum, wie bereits gesagt, sehr gute Aussichten. Einen weiteren Markt bildet der nordasia-tische Internetbereich. Die Anlagepolitik des »Nordasia.com« der am 03.01.2000 aufgelegt wurde, setzt auf Wertpapiere von Ausstellern, deren Firmensitz sich im asiatischen Raum befindet und die zumindest einen Teil ihrer Um-satzerlöse und/oder Gewinne über die Schaffung von Internet-Infrastrukturen oder deren Nutzung erwirtschaften.

In Asien herrscht Goldgräberstimmung. Die Entwicklung des Internet hinkt den USA etwa fünf Jahre hinterher. Dieser Rückstand dürfte sehr schnell aufgeholt sein. Asiatische Aktiengesellschaften, die in diesem Bereich tätig sind, dürften ein überdurchschnittliches Kurspotential besitzen. Auf diese Werte hat sich der »nordasia.com« spezialisiert, der große Bruder dieses neuen Fonds der »nord-internet« hat in den letzten zwei Jahren einen Wertzuwachs von ca. 400% erreicht. Die Manager des kleinen Bruders sind die gleichen und daher dürfte auch der neue Fonds gute Zuwächse erzielen.

Wie überall - die richtige Mischung macht's.

Hinweisen möchte ich Sie in beiden Fällen nochmals, daß ein Engagement, bedingt durch die hohe Volatilität dieser Märkte, nur als Beimischung und mit einem genügenden Zeithorizont getätigt werden sollte. Beide Fonds können über Einmalbeiträge und/oder Sparpläne bedient werden.

Sprechen Sie mit uns - wir beraten Sie gerne im Detail!

 
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